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Archive for Februar 2013

Der Titel ist Programm. Auch, dass der Kongress schon ausgebucht ist, zeigt die Brisanz dieser Gesellschaftsaufgabe.

Die Kurzbeschreibungen der Workshops und Foren regnen Hoffnung auf mein dürres Inklusionsfeld.

Ich bin gespannt auf die Saat, denn das Inklusions-Who-is-Who ist vor Ort.

Es werden Modelle vorgestellt und Best Practise präsentiert, die zeigt, dass gelingende Inklusion  schon stattfindet. Wo man neue Wege gegangen ist, im Herzen und im Kopf,  im Kollegium und im Gebäude.  Die Texte zeugen von sonderpädagogischer Expertise, die mit gefülltem Rucksack im Schulartendschungel unterwegs ist und trotz der oft haarsträubenden Aufgaben noch selbstbewusst sagt: „Ich hätt‘ da eine Idee …!“

2012_Weimar_Kurzbeschreibungen

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Der Verein  mixed pickles e.V. aus Lübeck hat meiner Ansicht nach einen Preis verdient. Vielleicht weniger  die goldene Inklusionsnadel als eher die Gewissheit ihre hervorragende Arbeit im Schnittfeld Inklusion und Gender ohne Sorgen um die Finanzierung von morgen und übermorgen zu tun.

Ich habe die Mitarbeiterinnen in einem gemeinsamen Projekt zur Inklusion kennengelernt und kann nur sagen, absolut authentisch. Professionell, Kreativ, Partizipativ, Empowernd!

Ich möchte hier auf einige Materialien hinweisen, die in unserer schnellen Welt  zur richtigen Zeit hilfreich sein können:

1. An alles gedacht?

Ein kleiner Leitfaden für die Planung und Durchführung von barrierefreien Sitzungen und Veranstaltungen

Eine Checkliste an die Pinwand zu hängen und mit den Rubriken Einladung, Räume, Assistenz, Struktur, ReferentInnen und Essen sehr breit

2. Überlegt handeln im Umgamg mit sexueller Gewalt

Ein Leitfaden für Fachkräfte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung,

Hrsg. mixed pickles e.V., Lebenshilfe LV S-H e.V., Notruf Kiel,  Präventionsbüro PETZE

Ein  übersichtlicher Leitfaden mit einer kurzen Einführung in die Thematik und 11 Schritten, der in jeder Einrichtung ans White-board gehört und in einer ersten Konfrontation mit diesem Thema Sicherheit geben kann.

Weitere lebensnahe, zumeist in leichter Sprache  und immer in Partizipation mit Expertinnen erstellte Materialien findet Ihr unter: http://www.mixedpickles-ev.de

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Inklusion-

dieses Wort für das Anerkennen der Würde jedes einzelnen Menschen und die barrierefreie Möglichkeit ihm überall zu begegnen, entwickelt sich mancherorts zum Reizklang, auf den mit pawlowschem Reflex  Augenverdrehen folgt.

Warum?

Weil es eben nicht reicht nur Bordsteine abzusenken.

Weil die Barrieren eben noch noch Barrikaden sind.

Weil die Fremdheit Verunsicherung auslöst.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter gab nach ihrer Arbeitstagung im November 2012 ein Schreiben  heraus,  welches Orientierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit geben soll.

113_Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit

Es „geht um alltagstaugliche und praxisnahe Zugänge; es geht darum Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen mehr als bisher die besonderen Potentiale der Kinder- und Jugendarbeit zu erschließen, sie aktiv zu beteiligen und mit ihnen an ihren Interessen orientierte, selbstbestimmte Angebote zu gestalten.“

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist im Prinzip gut auf die Inklusion vorbereitet, hat sie doch in ihrer Struktur nichts Separierendes vorgesehen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, der Umgang mit Vielfalt, das Herantasten an Fremdes in einem Freiraum, der zur Selbstgestaltung und Eigenverantwortung aufruft, ist Programm.

Ich verstehe das Schreiben als einen Appell, die Stärken dieses Felds noch deutlicher zu nutzen und Möglichkeiten kultureller Bildung zu schaffen, damit Inklusion in der nächsten Generation selbstverständlich ist.

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