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Archive for Juni 2016

Chinesische Delegation

Das Leben ist spannend.

Überall auf der Welt machen sich Menschen mit Bewusstheit für die Natur- und Umwelt auf, den leider schon reichlich abgelutschten Begriff der Nachhaltigen Entwicklung mit Leben zu füllen.

So auch in China.

Herr Wang vom Feifeitu Institut der Universität Peking/ Erfurt nahm Kontakt zum Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten auf.  Durch meine Freundin und Kollegin die Vorsitzende Ute Schulte Ostermann erfuhr er auch vom Konzept unserer  NaturSpielpädagogik am Institut für Weiterbildung der FH- Kiel.  Und schon war er begeistert vom Spiel in und mit der Natur als Erwachsenenbildung.  Aus erstem Interesse wurden Ideen, aus Ideen Wirklichkeit.

Und so kam es, dass ich vor zwei Wochen eine chinesische Delegation aus Kita-Leitungen und FrühpädagogInnen im Waldschulheim Glücksburg begrüßen  durfte und am nächsten Tag im Naturerlebnisraum Kollhorst mit Menschen in Resonanz ging, deren Sprache und Schrift mir völlig fremd ist.

Einen Vortrag zu halten mit einer Präsentation, die in chinesischen Schriftzeichen für die Delegation gut zu lesen ist, war für mich eine interessante Erfahrung. Und der praktische Teil unsres Workshops, der draußen im blühenden Garten stattfand, hat mich wieder einmal von den archetypischen Kräften des Spiels überzeugt.

Ich habe schon oft mit mir völlig fremden Menschen gespielt, gehandwerkt, getanzt und gelacht in unseren vielen Seminaren. Aber diesmal war es besonders. Da war die Sprachbarriere- die durch Simultanübersetzungen von Herrn Wang und Li Ping, einer Studentin der NaturSpielpädagogik für Ansagen an die Gruppe zum Glück gut abgepuffert werden konnte- aber von Mensch zu Mensch zu sprechen war ein Erlebnis. Es wirken dann andere „sprachliche“ Parameter wie Körperhaltung, Augenkontakt, Berührungen intensiver. Mit Händen und Füßen gesprochen hatte es dann auch Hand und Fuß.  Nach zwei Tagen verabschiedeten wir uns mit Umarmungen, die fest waren und von gemeinsamen Erfahrungen in der Natur und miteinander zeugten. Das macht Mut – trotz aller Nachrichten in dieser Zeit, in der das Andere, das Fremde mißtrauisch beäugt wird- sich zu besinnen, in Kontakt zu gehen, im Kontakt zu bleiben. Wir haben in der gemeinsamen Zeit festgestellt, dass wir alle die Natur brauchen und dringend etwas für sie tun müssen, damit wir alle eine Zukunft auf diesem Planeten haben.

Die chinesischen PädagogInnen schauten viele Natur- und Waldkindergärten  in Schleswig-Holstein an, besuchten eine Freie Naturschule in Niedersachsen und waren erstaunt und begeistert vom Lernort Natur. Und nun ist es an mir und Ute zu schauen, was für Möglichkeiten für die NaturSpielpädagogik in China liegen. Ute reist in drei Wochen und für mich heißt es im Januar dann Ni Hao!

Fazit der Delegation :

Was gibt es Schöneres, als Kindern unsere Natur in der Natur nahezu bringen, sie spielerisch zu entdecken, damit konkrete Erfahrungen zu machen, darüber Wissen zu erfahren und somit zu lernen, wie wir unsere Welt gestalten wollen und können ?

In Deutschland, in China und Anderswo … ?

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