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Archive for the ‘Schulreform 21. Jahrhundert’ Category

„Hallo?“

„Ja?“

„Ist das Ihr Schlüssel?“

„Nein.“

„Ach, schade!“

„Wieso?“

„Ich dachte schon, sie könnten mir die Inklusion aufschließen.“

Ja, ich hab noch Lust auf Inklusion. Aber irgendwie gibt sie mir Rätsel auf. Also, damit meine ich die schulische Inklusionsbewegung. Bevor sie da war, hatte ich ein anderes Bild von ihr. Ich stellte sie mir als etwas vor, was irgendwie mehr mit den bunten Pünktchen in diesem Kreis zu tun hat. Der Kreis sieht so verdammt fröhlich aus. Vielleicht hab ich nicht genau hingesehen. Ich lebe Inklusion ja nicht in der Vogelperspektive, sondern stecke mittendrin.

Wenn ich mich hier so umschaue zwischen den anderen Punkten, stimmt aber etwas nicht.  Vorher, also bei der Integration, da waren immerhin noch Linien. Das hatte etwas Klares, Ehrliches- jetzt ist soviel Weißes um mich herum  mit Wattebauschfrieden.

Eine Kollegin von mir sagte letztens: „Ich bin nur noch irgendjemand, der irgendwas irgendwie irgendwo tut!“  Ich weiß jetzt auch wie der Wattebausch heißt. Habe ich auf einer Tagung zur Inklusion gehört. Man nennt das sonderpädagogische Entprofessionalisierung. Berufliche Veränderungsprozesse ohne Teilhabe an Entscheidungen sind mit ihren Belastungen wirklich nicht so einfach zu bewältigen- auch, wenn eine Freundin eine Karte schenkt mit dem Aufdruck

“ Heulst du noch- oder hilfst du schon?“

HeulstHelferberuf Sonderpädagogin. Es fällt etwas schwer immer noch die Expertin für etwas zu sein, was es eigentlich gar nicht mehr so gibt, weil die Inklusion die Linien wegwischt und ich im Irgendwo stehe. Also bin ich jetzt eine NichtmehrExpertin in der NochnichtInklusion?

Ich hatte mir vorgestellt, wenn wir Inklusion haben, dann bedeutet keine Linien mehr zu haben Kindern noch besser Lernen zu ermöglichen und, weil keine Linien mehr zwischen den Punkten sind, mehr Dialoge und gemeinsame Angebote für alle. Und ich dachte, ich wäre auch drin, mit allen Kindern, egal, ob sonderpädagogischer Förderbedarf oder nicht. Weil ja keine Linien mehr da sind zwischen den bunten Punkten. Weil mehrere LehrerInnen im gleichen Raum sind mit allen SchülerInnen. Weil auch die Räume und Materialien bunt sind für die Vielfalt der Menschen.

Ich hoffe dennoch auf das Weiße zwischen den Punkten.  Dass der Wattebauschnebel sich lichtet. Dass wir nicht mehr Sonder-PädagogInnen und Regel-SchullehrerInnen sind, sondern zusammen besonders achtsame PädagogInnen. Hier liegt das Land der Möglichkeiten im Zwischenraum. Noch stolpern wir tastend herum um Altes zu verabschieden und Neues zu begreifen. Doch zwischen Tür und Angel kann ich mit KollegInnen neue Farben mischen. Für Räume reicht´s mitnichten.

Ach, schau her,  hier ist ja auch mein Inklusionsschlüssel.  Kein Wunder, dass ich ihn nicht gleich gefunden habe, er liegt ja zwischen 1,3 und 1,8 h  pro Kind.

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Lautgedachtes zum Begriff „bildungsfern“

Letztens ertappte ich mich auf einer Sitzung zur Berufsorientierung beim kollektiven Abnicken.  Es ging um die Schwierigkeit der Eingliederung von Schülern aus „bildungsfernen“ Familien in den ersten Arbeitsmarkt.

Auf dem Nachhauseweg stolperte ich über „bildungsfern“. Das klingt so absichtsvoll.  So, als ob diese „bildungsfernen“ Familien sich entschieden hätten, sich von dieser Bildung fernzuhalten.

Wie kann Bildung fern sein?

Eine kleine Twitterumfrage zu diesem Thema ergab folgende Antworten:

@lammatini schrieb: #bildungsfern ist für mich auch, unkritisch einem Bildungsbegriff aus fernen, längst vergangenen Zeiten anzuhängen.

Allerdings.Ich glaube, das Problem ist hier die Objektorientierung. „Bildungsfern“ bedeutet nämlich inso-fern,  dass draußen in der Umwelt vorher-bestimmte Bildungsgegenstände herumliegen, die es zu sammeln und sortieren gilt. Wieso sammeln die „Bildungsfernen“ diese Gegenstände nicht? Wollen sie nicht?   Können Sie nicht?

@AnnaHBTC meint: #bildungsfern ist, wer keine Chance hat an Bildung zu kommen. „bildungsfern“  also als Synonym für chancenlos? Da fällt mir die Sinus Studie ein, die unsere Gesellschaft in kleine amorphe Bubbles aufteilt. „Eine Segmentation mit Übergängen“ wird es dort beschrieben, hier die Performer, da die resignierte Unterschicht. Sind die Bildungsgegenstände in den Milieu-bubbles eingeschlossen?  Sind manche Familien deshalb als „bildungsfern“ zu bezeichnen, weil der Übergang zu weit ist?

Der Unterschied, der den Unterschied macht.  Hatte Grobi mir im Bildungs-fern-sehen vor 40 Jahren nicht deutlich veranschaulicht, wie weit der Weg ist zwischen „das hier ist nah“ und „das hier ist fern“?
@mons7 meint:#bildungsfern ist, staatliche Zertifizierungen und Analoga nicht als wertvoll und/oder relevant anerzuerkennen -> informelles Lernen >> formales Lernen

In diesem Sinne können die Schüler meiner Oberstufenklasse eines Förderzentrums  nicht „bildungsfern“ sein, wenn sie ständig ihre Handys benutzen, um youtube-Videos „downzuloaden“ und sich auf facebook und whatsapp Nachrichten über den Fortgang ihres Betriebspraktikums schicken? Das ist doch informelles Lernen im digitalen Zeitalter. Sie haben den Markpfeiler von Bildung erkannt: Bindung, sie bilden Netzwerke, Gruppen und zeigen sich wie´s geht durch peer to peer education. Ist es nicht das, was wir wollen von SchülerInnen? Forschen, Handeln, Lernen? Da liegt Bildung doch nah.

Lebensweltbezug ist das Zauberwort. Die Bildungsgegenstände meines bubbles bilden mich, bilden sich ab in meinen Gedanken, meiner Sprache, meinen Handlungen. Bildungsfern gibt es nicht, wenn ein Ding an sich zu einem Ding für mich wird.

„Bildungsfern“ bedeutet bubblestechnisch also: Deine für dich definierten Dinge an sich nehme ich nicht als Bildung wahr. Meine für mich definierten Dinge an sich, teile ich andererseits nicht so gern mit dir, damit daraus ein Ding für dich werden soll.

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Der Titel ist Programm. Auch, dass der Kongress schon ausgebucht ist, zeigt die Brisanz dieser Gesellschaftsaufgabe.

Die Kurzbeschreibungen der Workshops und Foren regnen Hoffnung auf mein dürres Inklusionsfeld.

Ich bin gespannt auf die Saat, denn das Inklusions-Who-is-Who ist vor Ort.

Es werden Modelle vorgestellt und Best Practise präsentiert, die zeigt, dass gelingende Inklusion  schon stattfindet. Wo man neue Wege gegangen ist, im Herzen und im Kopf,  im Kollegium und im Gebäude.  Die Texte zeugen von sonderpädagogischer Expertise, die mit gefülltem Rucksack im Schulartendschungel unterwegs ist und trotz der oft haarsträubenden Aufgaben noch selbstbewusst sagt: „Ich hätt‘ da eine Idee …!“

2012_Weimar_Kurzbeschreibungen

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Alles inklusive? Wüste oder Oase? Wie soll das denn gehen?

Diese Frage stellt sich auch der Bundesverband der Freien und Alternativschulen. Daher geht es  vom 21. -23.09. 2012 beim Bundestreffen des bfas in der inklusiven Kinderschule in Bremen um Inklusion.

»Alles inklusive?«
Klingt irgendwie nach günstigem Gesamtpaket und nicht nach Qualität. Wie sieht die Praxis inklusiver Pädagogik aus? Welche Qualitätsmerkmale beschreiben eine »gelungene« Inklusion? Welche Stolpersteine begegnen uns auf dem Weg zu einer inklusiven Pädagogik?
Als inklusive Schule freut sich die Kinderschule Bremen auf einen spannenden Austausch rund um inklusive Themen.

Anmeldungen bis morgen  über die Webseite www.bfas2012.de möglich.

 

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Interessante Argumentation  von Prof. Dr. Doris Elbers, Berlin
vormals Fachbereich Sondererziehung und Rehabilitation
Lehrstuhl Berufspädagogik bei Behinderten

in einem Offenen Brief an die Fraktionen der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in NRW

 Laut Prof. Elbers verhindern Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen Inklusion, da sie aus Kindern behinderte Schüler mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ machen.  Sie kritisiert die Veränderung  des Artikels 24 der UN-Konvention durch die KMK und plädiert für eine Abschaffung der Sonderpädagogik.

Ja, im Prinzip kann eine inklusive Pädagogik keine Sonderpädagogik beeinhalten. Da jedem Schüler individuelle Förderung,  und damit gerechte Chance zur Teilhabe an einem selbstbestimmten Leben zusteht. Schulen müssen den Rahmen schaffen.

s. letzte Blogbeiträge

Ob nun die Sonderpädagogen an „ihren Pfründen“ festhalten wollen, bezweifel ich.  Ich erlebe in der Praxis sehr aufgeschlossene, kreative Sonderpädagoginnen und -pädagogen, die in guten Teamkonzepten mit Regelschullehrerinnen und -lehrern „gute Schule“  machen. Ich erlebe auch Regelschulen im Umbruch, die bei laufendem Betrieb, ausgerichtet auf Fachlehrer und 45-Minuten-Taktung nun umstrukturieren (müssen). Das schafft Unruhe und Konflikte. Hier wird der wirklichen Veränderung in den Köpfen und Herzen wenig Zeit gelassen.  Den Sonderpädagogen mangelt es nicht an Arbeit in Schulen, sondern am Raum.

Meines Erachtens sollte das „sonderpädagogische“ Fachwissen als  ein pädagogisch-psychologisch-medizinisches Grundlagenwissen für jeden Menschen, der ein Lehramtsstudium anstrebt, verbindlich sein.

Denn heterogene Lerngruppen, …SchülerInnen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Autismus, ADHS, Aggressionen, massiven Verhaltensstörungen, Absentismus, schwierige Elterngespräche,  Kindeswohlgefährdungsverdacht, Assistenzbedarf …. gibt es nicht nur in der Sonderschule, sondern überall.

Hier geht´s zum  Artikel:

http://bit.ly/Mk8ppT

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Schule und Kultur? Ach, ja! Tief durchatmen. Klaren Geist behalten. Die Begriffe gehören zusammen. Irgendwie.

Was sagt eigentlich unsere Göttin des Wissens 2.0 Wikipedia zum Thema ? #Iphone.#Klick, wisch. #Mal sehen.

Kultur: lat. „cultura“-  Bearbeitung, Pflege, den Acker bestellen  von  colere: wohnen, pflegen, verehren-Kultur sei alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt. „ (http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur)

Schule: „lat. schola- Ursprungsbedeutung: „freie Zeit“ – Schule ist eine Institution, deren Aufgabe das Lehren und Lernen ist, also die Vermittlung von Wissen und Können durch Lehrer an Schüler.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Schule)

Freie Zeit? Bitte? Liebe Wikipedia, woher hast du dieses Wissen? Aus Erfahrung sicher nicht, wo doch jeder weiß wie unfrei unsere stets bewertete Zeit in der Schule ist.

Wie wahr und gut und ästhetisch könnte unser Leben sein, wenn in unseren Schulen landauf, landab freie Zeit für die selbsttätige Gestaltung wohnen dürfte, freie Zeit für die Störungen eingeplant, die Kinder gepflegt und bei der Bearbeitung ihres persönlichen Ackers auf dem Weg zum kompetenten Bürger begleitet würden. Trockene Landschaften bedürften mehr Bewässerung, Üppiges, fruchtbares Land könnte Ableger bilden.  Kulturlandschaften eben. Vielfalt.

Kultur und Schule. Zusammen, was zusammen gehört.

2009 ist diese Vision einer „KulturSchule“ im 3. Band der Publikationen des BKJ  (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung) unter dem Titel„Kulturelle Schulentwicklung“ ausführlich beschrieben worden. (http://www.bkj.de/pub./magazin-kulturelle-bildung.html)

Doch Ackerpflege braucht Zeit. Der am 27.Juni in Berlin vorgestellte vierte nationale Bildungsbericht 2012  hatte eben jene Teil-Bildung  (?) zum Schwerpunktthema. Unbestritten positiv äußern sich Experten zur sozialen Wertschöpfung: „Kulturelle Bildung“ sei ein Schlüssel zu mehr Teilhabegerechtigkeit und zentral für die Persönlichkeitsentwicklung.

Besonders Ganztagsschulen stehen im Fokus, bieten sie doch „nicht sozial selektiv“ die Chance, Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten mit Angeboten kultureller Bildung in Kontakt zu bringen.

Zwar zeigt die Datenlage „eine Glatze“ bezüglich der Erhebung „Kultureller Aktivitäten“  an Schulen, dennoch sei das Interesse jugendlicher Menschen groß.(vgl. www.bkj.de/all/artikel/id/632.html)

Kultur und Schule. Ach ja, Tief durchatmen.

Spätestens seit dem öffentlichkeitswirksamen Film „Rhythm is it“  dürfte doch jedem Lehrer glasklar geworden sein, dass alles möglich ist mit Schülern durch ÄSTHETISCHE Bildung- Musik, Theater, Kunst.  Studien zeigen, dass Schüler, die in Mathe schlecht sind und in Musik gut nicht besser werden, wenn man Musik vernachlässigt und mehr Mathe paukt. Sondern Mathe lässt und Musik fördert. Das passt irgendwie nicht in unser kulturell vererbtes Leistungsdenken.

Doch burn-out-gefährdete engagierte und visionäre Kunst-Musik-Darstellende Kunst -Praktiker aller Schulen zeigen es auch allerorten als versteckte best-practise. Diejenigen Schulen schneiden bei PISA am besten ab, die Kultureller Bildung  einen ebenso großen Raum geben wie dem Erwerb von Faktenwissen.  Die Nase vorn in Deutschland haben Schulen wie die ESBZ, die aus dem Wissen um die Bedürfnisse des jungen Menschen ein Netz stricken, welches genug Maschen hat, um zu halten: Aufgeschlossene mutige Lehrerinnen und Lehrer als Mentorinnen und Mentoren, voran eine offene Schulleitung, ein Raumkonzept in Bewegung, Zeitliche Rhytmisierung,  Wissensangebot durch Methodenvielfalt und Nutzung moderner Technik und genug Luft dazwischen für die eigene Entwicklung: intrinsische Motivation durch konsequente Teilhabe an eigenen Projekten, Herausforderung als Prinzip.  Schülerinnen und Schüler geben über die Landesgrenzen hinaus Fortbildungen für Lehrkräfte. Die Ergebnisse des vision summit 2012 begeistern. Strike!

Ich wiederhole ich mich in diesem Blog. Ich bitte um Entschuldigung. Doch irgendwie wiederholen sich auch die Schlagzeilen über unsere Bildungsmisere. Bitte, bitte, gibt es dort draußen noch mehr Menschen, die etwas WOLLEN?  Die vom Bildungsbewusstsein über Bildungserkenntnis zum Bildungshandeln kommen und nicht im Bildungsparlieren steckenbleiben möchten? Föderalismusübergreifend?   Der Mensch ist doch in Bayern entwicklungspsychologisch nicht schneller als in Hessen? Oder ist dort das erste Wort nicht Mama, sondern Gymnasium?

Der Mensch lernt immer, schon vorgeburtlich, da sein Gehirn stets Reize seiner belebten und unbelebten Umwelt verarbeitet und verknüpft. Eine subjektive Bedeutsamkeit  basierend auf genetischen Bedingungen den Bedingungen seiner Umwelt und den ihm entgegengebrachten Werten seiner Gemeinschaft formen seine emotionalen Erfahrungen und legen neuronale Muster fest. Verbunden ist diese neurophysiologische Netzwerktätigkeit stets mit der Wechselwirkung mit anderen Individuen seiner sozialen Gemeinschaft. Aus diesen Verknüpfungen der Verknüpfungen resultieren seine Erfahrungen. Durch Versprachlichung dieser Erfahrungen ist er in der Lage darüber zu raisonieren und schafft neue Verknüpfungen. Er drückt sich aus, er stößt an Grenzen, seine eigenen und die seines Gegenübers, seiner Gemeinschaft.  Er ist Mensch. Ein Ich und wird zum Menschen über das Du. Ein Teil einer Gesellschaft, die sich weiterentwickelt und ein ganzer Mensch, der sich weiterentwickelt.

Mensch und Gesellschaft ? Schule und Kultur?

Ich und Wir? Freie Zeit und Alles, was der Mensch gestaltend hervorbringt.

Ich hätte da eine bescheidene Idee für Schulentwickler. Vielleicht auch eine praktische Vision. Lehrplaninhalte und Kulturelle Bildung verknüpfend, also Zwangsaufenthaltsort Schule meets Gedankenfreiheit:

Schaffe den Rahmen, den Raum, schenke angemessene Zeit, gib Ressourcen (Menschen und Material), gib jedem jungen Menschen als Kultur-Teilnehmer die Chance auch ein Kultur-Teilgeber zu sein. Lass die Wissensthemen von einem „Ding an sich“ zu einem „Ding für mich“ werden, wie schon Dewey und Kilpatrick vor 100 Jahren forderten.  Lass den Prozess zu, sei offen für kreative Ideen und ein Handlungsprodukt, welches du noch nicht kennst. Weil es innovativ und individuell für die einzelnen Teilnehmer und die Gruppe ist.

Schaffe Kultur! Berücksichtige Vielfalt! Lebe Inklusion!

Was Pädagogen auf innovativen Kongressen begeistert kann doch für Schüler nicht falsch sein, oder ?  Es berücksichtigt neurophysiologische und soziale Dimensionen des Lernens wie:

Neugier- Eu-Stress- Dis-Stress- Herausforderung-Beziehung-Wertschätzung-Flow

O.K. der Lernvorgang ist nicht wirklich operationalisierbar, die einzelnen Lernschritte nicht vorhersehbar, der unterrichtliche Dreischritt kaum einsetzbar, 45-Minuten-Rhythmus auch selten einhaltbar,  das Ergebnis nicht kontrollierbar – doch-  Schüler häufig unerhört motiviert, der Lerngegenstand aus neuen Perspektiven verstehbar, die Arbeitsatmosphäre bisweilen höchst anstrengend chaotisch bis  konzentriert, die uneingeforderten Reflexionen betroffen machend.

Hoffnung bietet der Wieder-Einzug der „Kulturellen Bildung“  in Schule,  eine Chance für eine neue Schulkultur. Dann, wenn „Kulturelle Bildung“ den Fächerkanon aufweicht, wenn im Unterricht übergreifend thematische und methodische Vernetzungen hergestellt werden, wenn sie zu einer anderen Rhythmisierung, Raumorientierung und Beziehungsqualität führt. Wenn sie den Menschen pflegt. Wenn Frei-Zeit-Kultur auch vormittags stattfindet.

Wenn „Kulturelle Bildung“ alledings abgespalten am Nachmittag der offenen Ganztagschule als Ausgleich für den 45-Minuten-Unterricht der Kernfächer herhalten muss, dann…

 

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Must Read- Von mir kommentiert: 

Individuelles Lernen – Zauberformel und Beschwörungsfetisch

Vom Pisaversteher als Input für die Lernkulturtage im Dresdner Hygienemuseum vom 02.-05. 05. 2012

…, oder noch besser: Hinfahren und Mitdiskutieren:

http://www.lernkulturtage.de/cms/front_content.php?idart=59

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